Quartier 22: Stadt Jena bringt Innenstadt-Bauprojekt in die nächste Phase
Der Stadtrat Jena hat in seiner Sitzung am 17.12.2025 den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das „Quartier 22“ im Bereich Steinweg/Frauengasse bestätigt. Damit kann das Projekt Anfang 2026 öffentlich vorgestellt werden.
„Das Quartier 22 schließt eine Lücke mitten in der Stadt. Hier soll ein lebendiges Stück Jena mit Wohnungen, Grünflächen und kurzen Wegen entstehen. Unser Ziel ist es, den Bereich am Stadteingang deutlich aufzuwerten und gut in die bestehende Umgebung einzubinden“, erklärt Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt.
Öffentliche Beteiligung
Der Bebauungsplanentwurf wird voraussichtlich von Mitte Januar bis Mitte Februar 2026 online abrufbar und im Dezernat 3 (Am Anger 26) einsehbar sein. In dieser Phase können Bürgerinnen und Bürger erneut Hinweise geben und Fragen stellen. Zum Start der Auslegung wird die Stadt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung einladen.
Bereits 2018 hat der Stadtrat beschlossen, für das heute größtenteils unbebaute Areal einen Bebauungsplan aufzustellen. In zwei Beteiligungsrunden 2019 und 2021 konnten sich Anwohnende, Interessierte und Behörden einbringen. Zahlreiche Hinweise flossen in die Planung ein – unter anderem wurde die Höhe des geplanten Hochhauses deutlich reduziert. Durch einen Wechsel des Planungsbüros und die Überarbeitung des Entwurfs, die eine deutliche Höhenreduzierung des Hochpunktes mit sich brachte, war zudem eine zweite frühzeitige Offenlage erforderlich, um Stellungnahmen zum überarbeiteten Konzept zu erhalten. Auf dieser Grundlage liegt nun ein neuer, weiterentwickelter Entwurf vor.
Was im Quartier 22 entstehen soll
Das Projekt umfasst vier Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen:
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moderne Wohnungen für Familien,
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Mikro- und WG-Apartments,
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Gewerbe- und Büroflächen,
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eine Tiefgarage und Fahrradgaragen sowie
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einen großen Dachgarten, der den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung steht.
Insgesamt sollen 173 Wohnungen entstehen. Das Mobilitätskonzept setzt auf kurze Wege und viel Platz fürs Fahrrad: Rund 260 Fahrradstellplätze – darunter auch Abstellmöglichkeiten für Lastenräder – sind geplant. Die bisherige offene Stellplatzfläche, die das Bild am Steinweg prägt, wird damit langfristig ersetzt.
Begleitend werden auch verschiedene Fachgutachten veröffentlicht, die beispielsweise Verkehr, Lärm, Tageslicht, Mikroklima oder den Baugrund untersucht haben.